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Lohnsteuer-Praxistipps

Aktuelle Lohnsteuer- und Praxistipps 2017

 

Ab 2017 gibt es ein weiteres neues Meldeverfahren an die Träger der Unfallversicherung. Bisher wurden bis zum 11.02. bzw. 16.02. des Folgejahres die jährlichen Lohnnachweise an die Berufsgenossenschaft in Papierform oder auch über das Onlineportal der BG gemeldet. Ab 2017 wird parallel dazu ein Meldeverfahren getestet, welches nur aus einen systemgeprüften Entgeltabrechnungssystem möglich und ab 2017 verpflichtend ist. Hier werden die Stammdaten ausgetauscht und die jeweils korrekten Mitgliedsnummern und Gefahrentarife von der BG zurückgemeldet.

Das seit einigen Jahren verpflichtende Meldeverfahren zur Unfallversicherung wurde seit 2016 verändert und von der Jahresmeldung (SV) getrennt. So gibt es nun am Jahresende zwei Meldungen (eine Jahresmeldung SV und eine Jahresmeldung UV)

Ab Januar 2017 regelt das 2. Bürokratieentlastungsgesetz das das aufwendige Schätzverfahren bei den Krankenkassen vereinfacht wird. Wenn die tatsächliche Höhe der Beiträge im laufenden Monat noch nicht bekannt ist, kann der Arbeitgeber eine Schätzung in Höhe des Beitrags des Vormonats abgeben.

Ab 2017 regelt die neue „Flexirente“ einen flexiblen Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand. So gibt es ab Juli 2017 attraktive Möglichkeiten eine Altersrente durch eine Beschäftigung zu ergänzen.

Der gesetzliche Mindestlohn in Höhe von 8,50 EUR gilt erstmals ab 2015 und wurde ab 01.01.2017 auf 8,84 EUR erhöht.

Bereits seit 2015 muss für alle, insbesondere für Minijobber und Kurzfristig Beschäftigte zwingend ein Arbeitszeitnachweis (mit Beginn und Ende der Tätigkeit) geführt werden (lt. § 19 Arbeitnehmerentsendegesetz).

Auch in 2017 bleibt die Freigrenze für Sachzuwendungen aus besonderem Anlass bei 60 EUR. Geldzuwendungen sind nach wie vor stets steuer- und beitragspflichtig, auch wenn der Betrag die vorstehende Freigrenze nicht übersteigt. Dies betrifft auch die Freigrenze für Arbeitsessen.

Es gibt seit 2016 eine neue Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, welche auch (nach den 6 Wochen) als Auszahlschein fungiert.

Der Beitragssatz zur Rentenversicherung bleibt in 2017 stabil bei 18,7 %.

Der Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung bleibt in 2017 stabil bei 3,0 %.

Der Beitragssatz in der Pflegeversicherung ändert sich für 2017 und liegt nun bei 2,55 %. Der Zusatzbeitrag zur Pflegeversicherung in Höhe von 0,25 % bleibt, diesen sogenannten „Strafzuschlag“ zahlen weiterhin sozialversicherungspflichtige Beschäftigte, die keine Kinder haben/hatten. Seit 2005 müssen Arbeitnehmer die „Elterneigenschaft“ nachweisen um nicht den Beitragszuschlag in der Pflegeversicherung in Höhe von 0,25% zahlen zu müssen.

Der seit 2010 einheitliche Beitragssatz zur Krankenversicherung bleibt in 2017 bei 14,6% und ist paritätisch, das heißt AG-Anteil 7,3%, AN-Anteil 7,3%. Den Zusatzbeitrag, den die Kassen erheben können, trägt der Arbeitnehmer allein. Erhebt eine Krankenkasse Zusatzbeiträge, haben Sie als Versicherter ein Sonderkündigungsrecht.

In 2017 wird die Insolvenzgeldumlage auf 0,09% des RV-pflichtigen Entgelts gesenkt.

Die Regelung der Reisekosten wurde ab 2014 neu geregelt. Das Wichtigste ist die Einführung des Begriffs „erste Tätigkeitsstätte“ Von diesem Begriff hängt es zukünftig ab, ob sie es überhaupt mit „Reisekosten“ zu tun haben.

Die Sätze für die Verpflegungsmehraufwendungen gelten weiterhin (seit 2014):

Eintägige auswärtige Tätigkeiten mit einer Abwesenheit von mehr als 8 Stunden zwischen Wohnung und der ersten Tätigkeitsstätte – 12 EUR lohnsteuerfrei

„An- und Abreisetag“ bei mehrtägigen Auswärtstätigkeiten im Inland ohne Prüfung der Mindestabwesenheitszeit – 12 EUR lohnsteuerfrei

Der „Zwischentag“ bei mehrtägigen Auswärtstätigkeiten im Inland (24 Stunden von seiner Wohnung abwesend) – 24 EUR lohnsteuerfrei

Bei nur einer Mahlzeitengestellung muss der Großbuchstabe „M“ auf der Lohnsteuerbescheinigung vermerkt werden.

Die Abgabefrist für die Jahresmeldungen zur Sozialversicherung wurde ab 2014 auf den 15. Februar des Folgejahres vorverlegt.

Das ELSTAM-Verfahren läuft nun seit 2013 recht stabil. Es gelten die mit dem Meldeverfahren ELSTAM abgerufenen Daten für die Lohnabrechnung. Eventuelle Änderungen müssen vom Arbeitnehmer beim Wohnstätten-Finanzamt beantragt werden.

Seit 2011 ist keine Übermittlung der Lohnsteuerbescheinigung ohne Identifikationsnummern mehr möglich.

Die Verdienstgrenze für Minijobber ist seit Jan. 2013 bei 450,00 EUR und bleibt unverändert.

Achtung, die jährliche Meldung an die Künstlersozialkasse ist bis 31.03. des Folgejahres fällig. Der Satz für 2017 wurde gesenkt auf 4,8%. Abgabepflichtig sind Unternehmen, die Leistungen von Künstlern oder Werbeagenturen in Anspruch nehmen. Seit 2007 prüft die DRV dies mit. Zur Abgabepflicht gibt es neu geregelte Ausnahmen. Nähere Infos: www.kuenstlersozialkasse.de.

Bedenken Sie die Schwerbehindertenabgabe (Rehadat) bei einer Mitarbeiterzahl ab 20 AN.

Wichtige Eckdaten für 2017

Beitragsbemessungsgrenzen

KV / PV monatlich

RV / AV monatlich

OST

4.350,00

5.700,00

WEST (Berlin)

4.350,00

6.350,00

Jahresarbeitsentgeltgrenze § 6 (7) SGB V (Bestandsfälle)

jährlich

OST

52.200,00

WEST (Berlin)

52.200,00

Jahresarbeitsentgeltgrenze § 6 (6) SGB V (allgemein)

jährlich

OST

57.600,00

WEST (Berlin)

57.600,00

Seit 2009 gibt es wieder die SOFORTMELDUNG für einige Branchen.

Die steuerfreie Übungsleiterpauschale (gültig seit 2013) bleibt auch in 2017 bei 2.400,00 EUR. Die eventuell anfallende Ehrenamtspauschale bleibt ebenfalls bei 720,00 EUR.

Seit Januar 2006 müssen Firmen, die regelmäßig bis zu 30 Arbeitnehmer beschäftigen (Vorjahr betrachten) die Umlage 1 (Lohnfortzahlungsversicherung) zahlen. Sie können immer zum Jahresende für das nächste Jahr (Termin bis 21.01.) zwischen i.d.R. 1-4 Umlagesätzen je Krankenkasse wählen und erhalten dann den jeweiligen Erstattungssatz bei Krankheit ihrer Mitarbeiter.

Umlage 2 (Mutterschutz) gilt seit 2006 für alle Unternehmen. Ist das nur eine lästige Pflichtversicherung? Sollten Sie eine Arbeitnehmerin haben, die schwanger ist, erstattet Ihnen die Umlagekasse 100% Ihrer Kosten. Bei Beschäftigungsverbot inklusive AG-Anteil!

Abfindungszahlungen wegen Verlustes des Arbeitsplatzes sind ab 2006 komplett steuerpflichtig, aber sozialversicherungsfrei.

Ist Ihr Arbeitnehmer im ersten Monat krank? Kein Problem, in den ersten 28 Tagen springt die Krankenkasse ein.

Eine kurzfristige Aushilfe kann unter bestimmten Voraussetzungen sozialversicherungsfrei sein! Hier gibt es seit 2015 Änderungen!

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