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Glossar

Glossar Lohnbuchhaltung

Mindestlohn – Nach dem Gesetz zur Regelung eines allgemeinen Mindestlohns – Mindestlohngesetz (MiLoG) wurde seit 01.01.2015 ein allgemeiner Mindestlohn für Arbeitnehmer in Höhe 8,50 € Brutto je Zeitstunde eingeführt. Der Mindestlohn gilt für alle Beschäftigten über 18 Jahre. Es kommt nicht auf die Branche oder die Ausgestaltung des Arbeitsverhältnisses an. Vom Mindestlohn ausgenommen sind lediglich einige Ausnahmen.

Sozialversicherung – ist der Sammelbegriff für die gesetzliche Kranken-, Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung. Die Beiträge werden prozentual vom Bruttolohn berechnet. Insgesamt betragen die Sozialversicherungsbeiträge bei einem Normalverdiener (bis zur Beitragsbemessungsgrenze) ca. 20% des Bruttolohns. Die Versicherungen werden durch Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge zu unterschiedlichen Teilen finanziert.

Beitragszuschlag für Kinderlose – Seit 01.01.05 müssen alle kinderlosen Versicherten, die das 23. Lebensjahr vollendet haben, einen sogenannten „Beitragszuschlag“ in der gesetzlichen Pflegeversicherung in Höhe von 0,25% tragen. Versicherte, die vor dem 01.01.1940 geboren sind, sind von dem nachträglichen Beitrag ausgenommen. Bereits verstorbene Kinder gelten dauerhaft und ziehen eine lebenslange Befreiung von dem Beitragszuschlag nach sich. Auch Adoptiveltern, Stiefeltern und Pflegeeltern sind vom Beitragszuschlag ausgenommen.

Als Nachweise bei leiblichen Eltern und Adoptiveltern gelten:

  • Geburtsurkunde bzw. internationale Geburtsurkunde
  • Abstammungsurkunde
  • Auszug aus dem Geburtenbuch des Standesamtes
  • Auszug aus dem Familienbuch/Familienstammbuch
  • Steuerliche Lebensbescheinigung des Einwohnermeldeamtes
  • Vaterschaftsanerkennungs- und Vaterschaftsfeststellungsurkunde
  • Adoptionsurkunde
  • Kindergeldbescheid der Bundesagentur für Arbeit
  • Kontoauszug, aus dem sich die Auszahlung des Kindergeldes durch die Bundesagentur für Arbeit ergibt
  • Erziehungsgeld oder Elterngeldbescheid
  • Bescheinigung über Bezug von Mutterschaftsgeld
  • Nachweis der Inanspruchnahme von Elternzeit nach dem Bundeserziehungs-geldgesetz oder Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz
  • Einkommensteuerbescheid
  • Elektronische Lohnsteuerabzugsmerkmale
  • Sterbeurkunde des Kindes
  • Feststellungsbescheid des Rentenversicherungsträgers, in dem Kindererziehungs- und Kinderberücksichtigungszeiten

Als Nachweise bei Stiefeltern und Pflegeeltern gelten:

  • Heiratsurkunde bzw. Nachweis über die Registrierung einer Lebenspartnerschaft und eine Meldebescheinigung der zuständigen Behörde oder Dienststelle, daß das Kind als wohnhaft im Haushalt des Stiefvaters oder Stiefmutter gemeldet ist

 

Umlageversicherung: Im Rahmen der Umlageversicherung erstatten die gesetzlichen Krankenkassen den Arbeitgebern einen Teil der Aufwendungen für die Lohnfortzahlung bei Krankheit (U1) und die kompletten Aufwendungen bei Mutterschaft (U2). Die Umlageversicherung ist im Aufwendungsausgleichsgesetz (AAG) festgelegt. Sie ist eine Pflichtversicherung für Arbeitgeber.

Umlagepflichtig (U1) werden alle Arbeitgeber, die im Vorjahr nicht mehr als 30 Beschäftigte hatten. Dabei werden Arbeitnehmer, die nicht vollbeschäftigt sind, mit den entsprechenden Faktoren kleiner als 1 berechnet. Öffentliche Arbeitgeber und ähnliche Institutionen nehmen an dem Ausgleich nicht teil.

Umlagepflichtig (U2) sind alle Arbeitgeber, unabhängig von der Anzahl der Beschäftigten.

Die Erstattung der Aufwendungen erhält der Arbeitgeber von der Krankenkasse, bei der sein Arbeitnehmer versichert ist. Die Erstattung der Aufwendungen bei Krankheit (U1) und Mutterschutz (U2) kann für alle Arbeitnehmer (Arbeiter, Angestellte und Auszubildende) in Anspruch genommen werden.

Beitragsgruppenschlüssel (BGS)Der Beitragsgruppenschlüssel besteht aus vier Ziffern in der Reihenfolge: Krankenversicherung, Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung und Pflegeversicherung. Anhand dieses Schlüssels werden die Beiträge zur Sozialversicherung berechnet und zugeordnet. Wenn ein Arbeitnehmer pflichtig in allen Zweigen der Sozialversicherung ist, wird er z.B. mit Ziffern 1111 geschlüsselt. Minijobber für den lediglich pauschale Beiträge zur Krankenversicherung und Rentenversicherung vom Arbeitgeber abführen sind, sind mit dem Beitragsgruppenschlüssel 6500 zu kennzeichnen.

Beitrag zur Krankenversicherung Ziffer
kein Beitrag 0
allgemeiner Beitrag 1
erhöhter Beitrag 2
Ermäßigter Beitrag 3
Beitrag zur landwirtschaftlichen KV 4
Arbeitgeberbeitrag zur landwirtschaftlichen KV 5
Pauschalbeitrag für geringfügige Beschäftigte 6
Beitrag zur freiwilligen Krankenversicherung (Firmenzahler) 9

Tätigkeitsschlüssel – beinhält verschlüsselte Angaben über die Tätigkeit der Arbeitnehmer in Deutschland. Dieser Tätigkeitsschlüssel dient der Bundesagentur für Arbeit als Grundlage, um eine Statistik über die Beschäftigung in der Bundesrepublik Deutschland zu führen. Bei jeder Meldung zur Sozialversicherung wird der Tätigkeitsschlüssel verwendet. Der Tätigkeits-schlüssel ist 9-stellig und enthält folgende Merkmale:

– Ausgeübte Tätigkeit im Betrieb (Stellen vom 1 bis 5)

– Höchster allgemeinbildender Schulabschluss (Stelle 6)

– Höchster beruflicher Ausbildungsabschluss (Stelle 7)

– Arbeitnehmerüberlassung (Stelle 8)

– Befristung und Arbeitszeit (Stelle 9)

Beitragsnachweisist eine vom Arbeitgeber abzugebende Meldung an die Krankenkassen über die Höhe und Aufteilung der überwiesenen Sozialversicherungsbeiträge. Der Beitragsnachweis muss für jeden Lohnabrechnungszeitraum bis zum fünftletzten Bankarbeitstag eingereicht werden. Auch in solchen Monaten, in denen keine Beiträge anfallen, muß ein sogenannter „NULL-Beitragsnachweis“ erstellt und übermittelt werden. Wird der Beitragsnachweis nicht oder nicht rechtzeitig durch den Arbeitgeber eingereicht, nimmt die Einzugsstelle Schätzungen vor. Bei monatlich gleich hohen Beiträgen gibt es auch die Möglichkeit, einen Dauerbeitragsnachweis einzureichen. Dieser muss jedoch als solcher gekennzeichnet sein und hat den Vorteil, dauerhaft bis zur nächsten Änderung zu gelten.

Steueridentifikationsnummer (SteuerID) – Die SteuerID besteht aus elf Ziffern, ist einmalig und gilt ein Leben lang. Wer in Deutschland gemeldet ist, bekommt automatisch eine SteuerID zugewiesen. Seit 2008 bekommt jedes Kind, welches in Deutschland geboren ist, innerhalb von 3 Monaten nach der Geburt seine SteuerID. Darunter gespeichert sind alle wichtigen Daten zur Person: Tag und Ort der Geburt, Geschlecht, Familienname, Vornamen, frühere Namen, gegenwärtige oder letzte bekannte Anschrift, zuständige Finanzbehörden und sogar der Sterbetag. Die SteuerID hilft den Finanzbehörden schnell und einfach an wichtige Personendaten zu gelangen.

Elektronische Lohnsteuerabzugsmerkmale (ELStAM) – Um die Steuerkarten abschaffen zu können und den bürokratischen Aufwand zu minimieren, wurde in Deutschland im Jahr 2013 die Elektronische Lohnsteuerkarte (ELStAM) eingeführt. ELStAM macht es möglich, daß alle Daten für den Lohnsteuerabzug zwischen Finanzämtern, Gemeinden, Arbeitgebern und Arbeitnehmern digital übermittelt können. Die vom Finanzamt rückgemeldete ELStAM beinhaltet Steuerklasse, Zahl der Kinderfreibeträge, Kirchensteuerabzugsmerkmale, Freibeträge und Hinzurechnungsbeträge sowie evtl. den Faktor und ist für die Lohnabrechnung bindend.

Solidaritätszuschlag – Der Solidaritätszuschlag (umgangssprachlich „Soli“) ist eine Ergänzungsabgabe zur Einkommensteuer, Kapitalertragsteuer und Körperschaftsteuer in Deutschland. Das Aufkommen steht allein dem Bund zu. Der Solidaritätszuschlag beträgt derzeit 5,5% des Steuerbetrags aus Einkommen-, Kapitalertrag- und Körperschaftsteuer.

Kirchensteuer in der Lohnabrechnung – Alle Arbeitnehmer, die zu einer steuerpflichtigen Religionsgemeinschaft gehören, müssen Kirchensteuer zahlen. Die Kirchensteuer ist eine „Davonsteuer“. Sie wird prozentual von der Lohnsteuer berechnet und zusammen mit der Lohnsteuer an das Finanzamt überwiesen. Der Kirchensteuersatz ist in den einzelnen Bundesländern verschieden (Stand 2014 8 – 9 %), weil das Kirchensteuerrecht nicht einheitlich geregelt worden ist.

Seit in Deutschland die elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale (ELStAM) eingeführt wurden, übermitteln die Gemeinden die rechtliche Zugehörigkeit zu einer steuererhebenden Religionsgemeinschaft. Die Information über Angehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft in den Lohnsteuerabzugsmerkmalen, ist die Basis für die Berechnung der Kirchensteuer.

Lohnsteuerbescheinigung – eine Lohnsteuerbescheinigung bekommt jeder Arbeitnehmer von seinem Arbeitgeber am Ende jeden Kalenderjahres. Wenn das Arbeitsverhältnis mit einem Arbeitnehmer vor Ablauf des Kalenderjahres beendet wird, muss der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer ebenfalls eine Lohnsteuerbescheinigung ausstellen und diese elektronisch an das Finanzamt übermitteln.

Der Arbeitgeber ist verpflichtet u.a. nachfolgende Angaben auf der Lohnsteuerbescheinigung festzuhalten:

  • Dauer des Dienstverhältnisses während des Kalenderjahrs,
  • Art und Höhe des gezahlten Arbeitslohns,
  • einbehaltene Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer,
  • Kurzarbeitergeld, das Schlechtwettergeld, das Winterausfallgeld, den Zuschuss zum Mutterschaftsgeld nach dem Mutterschutzgesetz, die Entschädigungen für Verdienstausfall nach dem Infektionsschutzgesetz sowie steuerfreien Aufstockungsbeträge oder Zuschläge,
  • die auf die Entfernungspauschale anzurechnenden steuerfreien Arbeitgeberleistungen für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte,
  • gezahlte Verpflegungsmehraufwendungen,
  • die pauschalbesteuerten Arbeitgeberleistungen für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte.

 

LohnsteueranmeldungBetriebe, welche Mitarbeiter im Angestelltenverhältnis beschäftigen, haben die Pflicht, die berechnete Lohn- u. Kirchensteuer sowie den Solidaritätszuschlag vom Arbeitnehmer einzubehalten und in dessen Namen an das Finanzamt abzuführen. Die Lohnsteueranmeldung sowie die Zahlung muß am 10. des Folgemonats beim Finanzamt eingegangen sein und zwar in Form der so genannten Lohnsteueranmeldung.

Die Lohnsteueranmeldung enthält die Summen der einbehaltenen Solidaritätszuschläge, der Kirchensteuer, der pauschalen Steuer und natürlich der Lohnsteuer selbst von allen Mitarbeitern.

Nicht abgeführt wird die pauschal anfallende Besteuerung von Mini-Jobs, die bei 2% liegt. Sie geht an die Bundesknappschaft.

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